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Steve Scholtyseck führt künftig die SPD Herzberg

Neuwahlen des Vorstandes standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Herzberg

Herzberg. Die SPD Herzberg soll künftig stärker wahrgenommen werden.

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Karl Wedekind, 60 Jahre in der SPD, Karl Heinz Hausmann, Klaus Posselt, Katja Beck, Christa Harz, Dagmar Willig, Vera Asche, Werner Urban, Steve Scholtyseck, Martin Kohlrusch, Michel Jahns und Joachim Holze. Foto: SPD Herzberg

Dies betreffe vor allem die Präsenz in den sozialen Netzwerken und in den Printmedien, kündigte der neue Vorsitzende Steve Scholtyseck in der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Herzberg an. Steve Scholtyseck löst den bisherigen Vorsitzenden Klaus Posselt ab.

Neben Steve Scholtyseck als Vorsitzender wurden Katja Beck, Lars Lübbecke und Andreas Philippi zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neue Kassiererin ist Vera Asche, die Reinhard Willig ablöst. Neue Beisitzer sind Dagmar Willig, Joachim Holze, Michel Johns, Martin Kohlrusch, Klaus Posselt, Steffen Fuhse und Peter Bischof. Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Michael Dietrich.

Das Thema Große Koalition zog sich wie ein roter Faden durch die mit 40 Mitgliedern gut besuchte Sitzung im Jägerhof Herzberg. Der scheidende Vorsitzende Klaus Posselt sprach sich gleich zu Beginn für die Koalitionsgespräche mit der CDU aus. „Wenn ein Schiff kentert, hat nicht allein der Kapitän versagt, sondern die gesamte Mannschaft.“

Dass im Boot der SPD aber der Kapitän doch zumindest kurzzeitig falsch lag, betonte der Landtagsabgeordnete Karl Heinz Hausmann. Aus seiner Sicht war das Statement des Parteivorsitzenden Martin Schulz am Wahlabend nicht abgesprochen und völlig verfrüht.

Doch spätestens jetzt müsse das „Rumeiern“ aufhören, so der Landtagsabgeordnete. „Bei den Bürgern entsteht der Eindruck, dass wir nicht wissen, was wir wollen.“ Dies zeige nicht zuletzt das aktuelle desaströse Umfrageergebnis mit 18,5 Prozent. Karl Heinz Hausmann erbat deshalb von den Beteiligten die Unterstützung der so genannten „großen Politiker“.


Mittels einer Satzungsänderung soll sichergestellt werden, dass die Abteilungen des Ortsvereins, wie zum Beispiel Scharzfeld oder Lonau, trotz geringer Mitgliederzahl auch weiterhin intensiv in die Vorstandsarbeit eingebunden werden. Trotz leichten Unbehagens bei einigen Mitgliedern wurde diese „Konzentration der Parteistrukturen“, wie es Andreas Philippi nannte, abgesegnet.

Andreas Philippi gab später einen Überblick über die Tätigkeiten der SPD-Fraktionen im Kreistag Göttingen und im Stadtrat Herzberg. Die Kreisfusion habe sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, die Rendite werde man aber erst in 15 Jahren erkennen. Zwar müsse man im Altkreis Osterode manche Dinge übernehmen, die den Göttingern wichtig seien, dagegen stehe aber beispielsweise die deutliche Senkung der Kreisumlage. Auf jeden Fall sei die Arbeit im Kreistag spannend, da in dem Gremium zehn Parteien „von ganz links bis ganz rechts“ vertreten seien.

Spannend sei es auch im Stadtrat Herzberg. Der Umgang miteinander sei gut, was auch für die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister gelte. „Der kann sich in vielen Dingen besser auf uns verlassen als auf seine Partei“, so Andreas Philippi schmunzelnd.

Der Umgang zwischen den Parteien war auch Thema beim Bericht zur Landtags- und Regierungsarbeit von Karl Heinz Hausmann. „Die Stimmungslage in Hannover ist gut, obwohl das Niveau im Wahlkampf teilweise unter die Gürtellinie gesunken war.“ In den Ausschüssen habe man inzwischen ein gutes Verhältnis zu den CDU-Mitgliedern.

Er selbst, so kündigte der Landtagsabgeordnete an, werde nach dieser Legislaturperiode nicht nochmals kandidieren, bis dahin aber selbstverständlich volles Engagement zeigen. Für seinen parteiinternen Nachfolger werde es dann allerdings schwer, da die CDU sicherlich wieder mit großem Einsatz und hoher finanzieller Unterstützung einen starken Kandidaten präsentieren werde.

Karl Heinz Hausmann nutzte die Gelegenheit, sich bei den Anwesenden für die „gewaltige Unterstützung im Wahlkampf“ zu bedanken. Er habe wahrlich keinen schlechten Gegenkandidaten gehabt, doch der vorgezogene Termin der Wahl sei aufgrund der damals herrschenden Stimmungslage gut gewesen.

Dass der Wahlkampf wirklich Arbeit gewesen war, hatte auch der scheidende Vorsitzende Klaus Posselt betont. Er habe vor zwei Jahren bei seinem Antritt gewusst, dass viel Arbeit auf ihn zukomme, aber wieviel es wirklich gewesen sei, wäre ihm nicht bewusst gewesen. Der neue Vorstand wird aufmerksam hingehört haben.   zurück

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